Historie



Luise Gottwald – eine verdiente VfL Hockeyfrau aus der Gründerzeit

Luise Gottwald geb. 17. Mai 1910 / gest. 01. April 1998.

Luise Rose, so hieß sie mit Mädchennamen, trat 1927 als sechzehnjähriges Mädchen in den damaligen TVK 1869, so nannte sich unser VfL vor dem Krieg, in die Turnabteilung ein und fand sofort Gefallen an der Sportart Hockey. Sie trat dann schnell in die neu formierte Damen Mannschaft der erst 1926 entstandenen Hockeyabteilung ein und war  eine der Gründerinnen des ersten Hockey – Damenteams im Jahr 1927.

Der Hockeysport ließ sie dann ein Leben lang nicht mehr los. Sie fand im Laufe der Zeit ihren Ehepartner Rudolf Gottwald - er war natürlich Spieler der Hockey Herrenmannschaft aus der Gründerzeit des TVK - und trug fortan den Namen Luise Gottwald.

Die Neugründung des TVK - Damenteams Anfang der dreißiger Jahre ging sehr stark auf ihre Initiative zurück, denn als gelernte Verkäuferin im damaligen Kaufhaus Reinhard warb sie viele junge Kolleginnen für den Verein und konnte bald eine neue Damenmannschaft präsentieren, die man deshalb im Volksmund auch die “Reinhardsmeed” nannte. Dieser Mannschaft gehörten übrigens auch die Spielerinnen Leni Schnellmann (später Frau Kehle) und Anneliese Balenzia (später Frau Seus) an.

Luise Gottwald war eine äußerst starke Abwehrspielerin und blieb über die Kriegswirren dem neu gegründeten VfL 1848 Bad Kreuznach als wichtige Stütze der Damenmannschaft erhalten und half dem jungen Team bis 1952 - also 42 jährig - wieder auf die Beine. Sie führte die Mannschaft bis 1951 als Spielführerin an.

Später schwärmte sie immer von der einmaligen Kameradschaft der jungen Frauen der TVK -Vorkriegsmannschaft und war fortan mächtig stolz auf das Damenhockey im VfL 1848 und auf die erfolgreiche Bundesligazeit, die sie als Zuschauerin stets leidenschaftlich begleitete.

Ein schwerer Schicksalsschlag traf sie 1962 mit dem Verkehrstod ihres einzigen Sohnes Walter, der als Junioren Nationalspieler vom VfL - Training im Salinental kommend, mit dem Motorroller in der Salinenstraße tödlich verunglückte. Er wurde nur 21 Jahre alt. Dieses Schicksal überwand sie nie.

 

Die höchste Ehre die ihr zuteil wurde, war die Ehrenmitgliedschaft des VfL 1848, die ihr VfL Präsident Harald Zeuner im Rahmen der 70 - Jahrfeier der Hockeyabteilung im Jahr 1996 im St. Franziskus – Zentrum verlieh. Im Mai des selben Jahres gratulierte ihr der Vorstand der VfL Hockeyabteilung auf dem Kunstrasenplatz im Stadion Salinental feierlich inmitten der Damen - Bundesligamannschaft mit einem großen Blumengebinde zum 86. Geburtstag.

Geehrt wurde sie mit der goldenen Ehrennadel des VfL 1848 Bad Kreuznach, mit der Goldenen der Hockey - Abteilung, sowie der goldenen Treuenadel des VfL und auch der silbernen Ehrennadel des HV Rheinland – Pfalz / Saar.

 

Sie starb 1998 nahezu 88 Jahre alt und blieb bis zur letzten Stunde eine wertvolle VfLerin,

sie hat unserer Hockeyabteilung wichtige Impulse gegeben.

 

Sie war stets ein Vorbild für uns alle – wir haben ihr zu danken!

 

Quelle: Horst Schrögel, Archiv VfL Hockeyabteilung / aufgearbeitet Hans – Wilhelm Hetzel

Erich Rosskopf

Erich Rosskopf, ein Garant für unsere Hockeyabteilung in schwierigen Zeiten vor und nach dem zweiten Weltkrieg.

 

Geboren am 23. September 1909 / gestorben 1989 (80 jährig) / = eingetreten in den TVK 1869 im Jahr 1915 / in die VfL Hockeyabteilung = 1928.

Er kam als gut trainierter, junger Mann vom TVK - Handball und eignete sich damals als 19 - jähriger sofort zum Spieler der 1. Hockey Herren. Er wurde in all den Vorkriegsjahren bis Kriegsbeginn 1939 ein wichtiger Abwehrspieler des TVK – Herrenteams.

Man erkennt ihn auf Bildern der Jahre 1930 und 1933, sowie später von 1948 bis 1954.

Aber nicht nur sein sportliches Engagement wurde im Abteilungsleben sehr geschätzt, er nahm auch diverse Aufgaben im organisatorischen Bereich an und war zweimal vor dem Krieg Abteilungsleiter der Hockeyabteilung und zwar von 1935 - 1936 und 1938 - 1939.

Mit Beginn des zweiten Weltkrieg = 01. September 1939, war er Soldat und kehrte 1946 aus der Kriegsgefangenschaft zurück.

Er nahm dann sofort wieder Kontakt zu der Hockeyabteilung auf und wurde mit 37 Jahren ein harter Abwehrspieler im Kreis seiner wieder zusammen gefundenen Kameraden unter dem neuen Namen VfL 1848. Bis zum verjüngten Neuaufbau der VfL – Herrenmannschaft verstärkte er diese bis 1954.

Von 1949 - 1951 war er nochmals - dies bereits zum dritten Mal - Abteilungsleiter der VfL Hockeyfamilie und in dieser Eigenschaft am Aufbau des Hockey Verbandes Rheinland – Pfalz beteiligt.

Im Juli 1952 übernahm er den Vorsitz des Hockey Bezirksverband Rheinland von seinem Vorgänger Geyermann / TuS Mayen und übergab diesen nach fünf Jahren an seinen Nachfolger Prof. Hanns Altmeier/ aus Koblenz. In dieser Eigenschaft war er auch fünf Jahre stellvertretender Vorsitzender im Landesverband Rheinland – Pfalz / Saar.

Nebenbei warb er im Sommer 1948 seinen Neffen Horst Schrögel für den Neuaufbau der VfL - Jugendmannschaft, der dann am 15. Oktober 1948 der Hockeyabteilung beitrat.

 

Rosskopf hatte zwei Söhne = Wolfgang (geb. 1939) und Rainer (geb. 1944), die ebenfalls gute Akteure im Kader der VfL Mannschaften wurden. So war Wolfgang einige Jahre erfolgreicher Mittelstürmer der 1. Herren. Rainer wurde 1960 als Mitglied des Juniorenteams Landesmeister unter dem damaligen Trainer Grünewald. Beide fanden nach ihrem Studium leider nicht mehr zum Hockeysport zurück.

 

Ehrungen : Goldene Ehrennadel der Hockeyabteilung ( 1951 ) / Goldene Ehrenadel der Spvgg. Gau – Algesheim / Silberne Ehrennadel des VfL 1848 und des HV Rheinland – Pfalz / Saar (1951)

 

Quelle: Horst Schrögel, Archiv VfL Hockeyabteilung / aufgearbeitet Hans – Wilhelm Hetzel


Fritz Gottwald – als einer der Ersten dabei!

Fritz Gottwald – geboren am 02.April 1908 – ist bereits 1922 / 1923 in den damaligen TVK 1869 eingetreten und hat sich als einer der Ersten, zusammen mit seinem Bruder Rudolf (Rudi) und einem Freundeskreis, zu dem auch Reinhold (der Vater von Dieter), dessen Bruder Herrmann Schneider und Heinrich Schulmeyer gehörten, im Jahre 1926 der neu gegründeten Hockeyabteilung im TVK als aktiver Spieler angeschlossen (alle auf alten Bildern zu sehen).

 

In den Vorkriegsjahren war er dann ein konstant guter Spieler der 1. Herren Mannschaft, aber nicht nur das. Mit seiner zuverlässigen, ruhigen und verbindlichen Art gewann er bald das Vertrauern rund um den damaligen Abteilungsleiter Karl Hoffmann. Gottwald übernahm in jungen Jahren 1927 das Amt des Schriftführers.

 

Bilder von Fritz Gottwald als Spieler der 1. Herren findet man vor dem Krieg u.a. datiert in der Zeit um 1926, 1927, 1930 und 1933.

 

Nach dem Krieg spielte Fritz Gottwald trotz seiner Kriegsverletzungen noch kurz in der Herrenmannschaft, war aber danach noch lange als Schiedsrichter tätig.

Er widmete sich besonders der Jugendarbeit im neuen VfL 1848. Als Jugendwart war er von 1950 – 1952 tätig. Auch in der Position des Kassenprüfers wurde er mehrfach erwähnt. Ebenso war er für einige Zeit Kassenwart. Oft erzählt man sich, dass das Kassenbuch bei der Währungsreform 1948 nur noch einen kleinen Betrag in Reichsmark aufwies, der für ein Geschenk an ein Mitglied verwendet wurde. In der Jubiläumszeitung „75 Jahre Hockey im VfL 1848 Bad Kreuznach“ von 2001 ist auf Seite 11 ein Auszug aus dem Kassenbuch abgedruckt, der zweifelsfrei die Handschrift von Fritz Gottwald aufweist.

Als Betreuer des 1. Herrenteams findet man ihn u.a. auf einem Mannschaftsbild 1951, sowie bei der ersten Weihnachtsfeier der Abteilung 1949 in der alten VfL Jahnhallen Gaststätte.

 

Von Anfang an gehörte Fritz Gottwald zu den äußerst zuverlässigen Mitstreitern der VfL Hockeyabteilung. Ohne Unterbrechung ist er bis zu seinem allzu frühen Tod im Jahre 1960 überall da eingesprungen, wo es gerade nötig war.

 

Fritz Gottwald wurde mit der Goldenen Ehrennadel der VfL Hockeyabteilung (in 1951), der Goldenen des VfL 1848 und der Silbernen Ehrennadel des Hockeyverband Rheinland – Pfalz / Saar (1953) ausgezeichnet. Auch die Silberne Treuenadel des VfL 1848 Bad Kreuznach wurde ihm verliehen.

 

Die Hockeyabteilung des VfL 1848 Bad Kreuznach hat ihm sehr viel zu verdanken!

 

Quelle: Gernot Gottwald, Archiv VfL Hockeyabteilung / aufgearbeitet Hans – Wilhelm Hetzel

Jakob Gräff jr. – einer der Ersten in der „neuen“ TVK Hockeyabteilung.

Jakob Gräff jr., geboren am 21.04.1908 (inzwischen längst verstorben), ist am 01.05.1922 in den Vorgängerverein TVK eingetreten. In der TVK Hockeyabteilung meldete er sich im Gründerjahr 1926 an und war dort aktiver Spieler bei den 1. Herren. Als einer der Mitbegründer unserer Hockeysparte, war er von 1926 bis 1945 im Einsatz. Laut Karteinotizen begleitete er in den Jahren von 1945 bis 1949 den Posten des Gerätewarts. Für sein Engagement im VfL 1848 Bad Kreuznach erhielt er am 30.06.1951 die silberne Ehrennadel der Abteilung. Ebenso verlieh ihm der Hockeyverband Rheinland – Pfalz / Saar die silberne Ehrennadel und zwar am 09.09.1956.

Jakob Gräff jr. entstammte einer alten Kreuznacher Spengler- und Installateur Dynastie. Auch sein Vater verzeichnete eine traditionelle TVK / VfL 1848 Zugehörigkeit.

Jakob Gräff jr. ist der Großvater von Stefan Tullius (ehemaliger Vorsitzender des Kreuznacher HC). Die Tochter Luise Gräff war in den 50er Jahren eine gute Spielerin im KHC. Sie heiratete Walter Tullius. Von ca. 1946 / 1947 war Walter Tullius auch erfolgreicher Akteur der 1. VfL Herren; ab ca. 1951 / 1952 war er dann für den Kreuznacher HC im Einsatz. Aus dieser Ehe entstand dann Stefan Tullius.

In den 50 er Jahren spielten auch zusätzlich zwei „Gräffsöhne“ in den VfL Knaben- und Jugendmannschaften = Hans und Paul Gräff. So verbandelt können die beiden Bad Kreuznacher Nachbarvereine sein!

Es gibt weitere zwei Spieler, die im Gründungsjahr 1926 zu der neu gegründeten TVK Hockeyabteilung hinzu kamen. Reinhold Schneider (der Vater von Dieter Schneider) und Fritz Gottwald (der Vater unseres Ehrenmitglied) Gernot Gottwald)

 

Quelle: Horst Schrögel, Archiv VfL Hockeyabteilung / aufgearbeitet Hans – Wilhelm Hetzel


Robert Kehle

Robert Kehle ein Motor der VfL Hockeyabteilung in der

Vor- und Nachkriegszeit

Robert Kehle, geboren am 29. März 1913, starb am 17. Oktober 2000 im 88. Lebensjahr. Er trat im Februar 1929 in die Hockey - Abteilung und am 01. Mai 1929 in den TVK 1869 / = unseren heutigen VfL 1848 Bad Kreuznach, ein.

Bereits Anfang 1930 übernahm er dort das Amt des Schriftführers der Hockey Abteilung, dies bis Ende 1953 - mit Unterbrechung durch die Kriegsjahre. Erst 1948 kam Robert Kehle spät aus der Kriegsgefangenschaft zurück, übte anschließend wieder Funktionen im organisatorischen und geschäftsführenden Bereich der Abteilung aus, die er schon vor dem Krieg inne hatte. Durch seine sehr ruhige und überzeugende Art war er stets der ruhende Pol der Abteilung, bei dem damals mehrfachen Abteilungsleiterwechsel der Vorkriegsjahre. Nach dem Krieg war er maßgeblich am Wiederaufbau der Abteilung und der

Gründung neuer VfL Mannschaften beteiligt; er galt als Motor der Abteilung.

Stellvertretender Abteilungsleiter war Robert Kehle in der Zeit von 1938 - 1939 (Ära Erich Rosskopf) und auch 1951 / 1952 (bei Heinz Kiefer).

Die Position des 3. Vorsitzenden im VfL Hauptverein (heute Vizepräsidenten) begleitete er von 1955 - 1962. Zusätzlich war Leiter der Sportgruppe “Seitz –Werke”.

Sportlich war er für den VfL ein technisch äußerst wertvoller Hockeyspieler, Mittelstürmer

der 1 .Herrenmannschaft in der Vorkriegszeit und nach dem Krieg, bis Mitte der 50er Jahre.

Mit seiner Gattin Leni, Spielerin der VfL Damen, war Robert Kehle eine der tragenden Säulen der Abteilung in den politisch schweren 30er Jahren und auch direkt nach dem Krieg. Leni Kehle war engagierte Akteurin und sogar Mitbegründerin unserer TVK – Damenmannschaft, der sogenannten “Reinhardt - Meed,” die fast ausschließlich aus Damen des Bad Kreuznacher Kaufhauses Reinhardt bestand.

Bis Mitte der 50 er Jahre half sie als Spielerin beim Aufbau einer neuen VfL -Damenmannschaft.

Bis in die letzten Stunden seines Lebens war Robert Kehle stolz auf seine VfL Hockey – Abteilung und den Aufschwung, den der Verein in all den Jahrzehnten nahm. Er bewunderte u.a. das Unternehmen “Damen – Bundesliga” und vor allem die stete Entwicklung unserer traditionellen Knaben- und Mädchenturniere.

Geehrt war er ab 1970 als Ehrenmitglied des VfL 48 und als Ehrenrat ab 1992 bis zu seinem Tod 2000.

Goldene Ehrennadel des VfL 48 Bad Kreuznach, des Hockey - Verbandes Rheinland – Pfalz / Saar (1980), seiner Hockey - Abteilung (1951), die goldene Treuenadel und die Ehrenurkunde für 75 Jahre Mitgliedschaft im VfL 1848 wurden ihm zuteil.

 

Robert Kehle schrieb mit seinem Leben ein Stück VfL Hockeygeschichte.

 

Quelle: Horst Schrögel, Archiv VfL Hockeyabteilung / aufgearbeitet Hans – Wilhelm Hetzel


Marga Diebold

Marga Diebold

und die „Vorkriegs“ Hockey Damen des VfL 1848 Bad Kreuznach

Mit der Gründung einer Hockey - Damenmannschaft in unserer Abteilung in der Zeit von 1927 bis 1939, also in der Vorkriegszeit, war Marga Diebold sehr eng verbunden.

Sie war praktisch die „mütterliche” Betreuerin und Sponsorin des Teams, sie galt als die eigentliche Damenwartin der Hockey - Abteilung im TVK 1869.

Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten (= Mitbesitzer der bekannten Bad Kreuznacher Eisen Großhandlung Franz Diebold KG), half sie der Hockeyabteilung in vielerlei Hinsicht und war dadurch für uns eine wichtige Stütze.

Wenn auch die erste Damenmannschaft 1927 nur drei Jahre Bestand hatte, so wurde die neue Gemeinschaft Anfang der dreißiger Jahre erfolgreicher. Hier spielten auch ihre beiden Töchter = Lore Diebold (später Flemmerer) und unsere Damen Torhüterin Lotte Diebold (später Tesch)

Frau Marga Diebold kam mit ihrer Tochter Lotte bei einem schweren Luftangriff

der Alliierten auf Bad Kreuznach Ende 1944/45 in ihrem Anwesen in der

Mannheimer Straße ums Leben.

Ihre dritte (= älteste Tochter Gretel), war die Gattin unseres zweimaligen

Hockey - Abteilungsleiter Max Knaul (1936 - 1938 / 1945 - 1948), der später

als 1. Vorsitzender den VfL 1848 Bad Kreuznach von 1962 - 1974 führte. Die Familie Franz und Marga Diebold war vor dem 2.Weltkrieg und Franz Diebold auch direkt nach dem Krieg in der Wieder - Aufbauzeit mit der VfL Hockeysparte äußerst eng und hilfreich verbunden.

 

Quelle: Horst Schrögel und mündliche Überlieferungen - aufgearbeitet Hans-Wilhelm Hetzel


Max Knaul

War ein sehr zielstrebiger und agiler Repräsentant des VfL 1848 Bad Kreuznach und seiner Hockeyabteilung - vor und besonders nach dem Krieg.

 

Max Knaul wurde am 20.11.1906 in Bad Kreuznach geboren, ein Ur - Kreuznacher, ist aber leider allzu früh am 23.12.1975 – gerade mal 69 Jahre alt – verstorben.

 

Er trat am 01.04.1920 in den damaligen TVK 1869 ein und war - wie wir erfahren haben - in der Turnerjugend aktiv.

Nach der Gründung der Hockeyabteilung trat er dann dieser bei und wurde bald Spieler der ersten Herrenmannschaft, wie Bilder von 1930 und 1933 u.a. zeigen.

1936 - 1938 war er das erste Mal Abteilungsleiter der VfL Hockeyabteilung.

 

Der 2.Weltkrieg unterbrach dann seine Aktivitäten, die er direkt nach 1945 umso mehr mit der erneuten Abteilungsleitung von 1945 - 1948 in einer äußerst schwierigen Zeit fortsetzte.

Er beschäftigte sich fortan mit dem Neuaufbau der VfL Hockeyabteilung, ebenso mit der Wiederaufnahme des Hockeysports in der damaligen französischen Besatzungszone, dem heutigen Bundesland Rheinland - Pfalz.

In Verbandsprotokollen taucht sein Name am 03.07.1949 bei einer Arbeitssitzung in Mainz als stellvertretender Vorsitzender auf, auch am 20./21. 08.1949 wird er bei der Gründung des Hockey - Verbandes Rheinland - Pfalz zum Kassenwart erwähnt und gewählt, folgend am 15./16.07.1950 beim ordentlichen Verbandstag in Alzey in diesem Amt bestätigt.

Auf einem Mannschaftsbild aus dem Jahr 1948 ist er als damals schon 42 - jähriger

Spieler der 1. VfL Hockeyherren zu sehen.

 

Auf Grund seiner beruflichen und familiären Bindung zur Eisenwaren - Großhandlung Franz Diebold KG konnte er die VfL Hockeyabteilung, vor allem bei der Bereitstellung von Transportfahrzeugen (meist offene LKW´s) zu den jeweiligen Spielorten unterstützen.

Er war immer ein hilfsbereiter Ratgeber.

1.Vorsitzender des VfL 1848 war er von 1962 bis 1974, bereits vorher schon einige Jahre als 2. Vorsitzender. Seine Ideen zum Neubau der Jahnhalle blieben seinerzeit unvollendet.

Für die FDP war er als Stadtratsmitglied tätig, ebenso einige Zeit Sportdezernent der Stadt Bad Kreuznach.

 

Für seine kommunalen und sportlichen Aktivitäten wurde Max Knaul u.a. mit dem

Bundesverdienstkreuz geehrt, der Goldenen Ehrennadel des VfL 1848 Bad Kreuznach und seiner Hockeyabteilung, des Sportbundes Rheinland, des Turngaues Nahetal und der silbernen Ehrennadel des Hockeyverbandes Rheinland – Pfalz / Saar.

Er war Ehrenvorsitzender des VfL 1848 Bad Kreuznach und auch der Hockeyabteilung.

 

Wir haben ihm sehr viel zu verdanken!

 

Quelle: Horst Schrögel, Archiv VfL Hockeyabteilung / aufgearbeitet Hans – Wilhelm Hetzel


Die Geschichte des Hockeysports

Ursprünge vor 5.000 Jahren / Regeln seit Mitte des 19. Jahrhunderts

Die sprachliche Bezeichnung für die Sportart Hockey stammt entweder vom englischen „hook“ (gekrümmt) oder vom altfranzösischen „hoquet“ (Schäferstock; gebogener Stab) ab. Bereits um das Jahr 3000 vor Christus fanden in China, Persien und Indien Stockballspiele verschiedener Art statt, die mit hohem körperlichem Einsatz und meist sehr hart geführt wurden. Im Mittelalter waren es Hurling, Bandy und Shinty, vorrangig auf der britischen Insel, aber auch auf allen Kontinenten der Erde, die das Treibballspiel mit einem „Krummstock“ weiterentwickeln ließen. Das waren sehr kampfbetonte Spiele, bei denen die Schläger als Symbole galten und die Verzierungen aus Gold am Schläger etwas über die Herkunft des Spielers aussagten. Durch die Reduzierung der Spieler pro Team von über 100 auf 15 und die Einführung eines Regelwerks wurde Hurling etwas gemäßigter und kann als direkter Vorläufer des Hockeys angesehen werden.

 

1832 wurde am Eton-College in England Hockey als „guter Sport“ empfohlen und als Pflichtfach für Mädchen eingeführt – als Pendant zum Rugby für die Jungen. An den verschiedenen englischen Universitäten wurde die neue Disziplin gepflegt, aber nach unterschiedlichen Regeln gespielt, was Wettkämpfe zwischen den Colleges als äußerst schwierig gestaltete, da erst Verhandlungen über die Regeln zu führen waren, die oft genug scheiterten.

Der erste Hockey-Club der Welt wurde 1840 von ehemaligen Schülern einer Schule in London-Blackheath unter dem Namen „Blackheath Football and Hockey Club“ gegründet. 1852 folgte in Harrow die Festlegung eines ersten schriftlich fixierten Regelwerks für das Hockeyspiel, um einen Spielbetrieb zu ermöglichen. Die „Rules of Harrow“ enthielten elf Paragraphen, die beispielsweise über Spielfeldbeschaffenheit, Spielkleidung, Spielerzahl (30 pro Team), Schlägerlänge, hoher Stock, Verbot des Beinstellens etc. Auskunft gaben. Im South Surrey Hockey Club gab es 1857 die Einführung des Schusskreises.

Die Entwicklung ging nun immer schneller voran, 1875 wurde in London die „Hockey Union“ gegründet. Damit war England das erste Land mit einer nationalen Vereinigung und kann als Mutterland des modernen Hockeyspiels angesehen werden. Im gleichen Jahr wurde eine neue Regel eingeführt: Vermeidung körperlichen Kontakts der Spieler – damit erfolgte eine scharfe Abgrenzung zum Fußball und Rugby. Es schuf die Voraussetzung für die Entwicklung zu einem fairen, körperlosen und eleganten Spiel. Wenige Jahre später folgte das Verbot des Spielens mit Fuß, Hand und Körper, sowie die Festlegung von Spielfeld- und Tormaßen.

 

1886 gründete sich die „Hockey Association“ in England. Diese Vereinigung brachte eigene Regeln ein, beispielsweise elf Spieler pro Team, Tornetze, Abseits, Stockfehler, runde Seite, Bully etc. Einige Jahre später akzeptierte die „Hockey-Union“ die 11er-Teams der „Hockey Association“ und schloss sich ihr an (1895). Damit wurde der Spielbetrieb erhöht, die HA war für England, Schottland, Irland und Wales zuständig.

Nachdem die „Hockey Association“ es ablehnte, Damen aufzunehmen, wurde die „All England Women`s Hockey Association” gegründet (1895). In diesem Verband vereinigten sich alle vier britischen Damen-Verbände, die auch mit einem eigenen Spielbetrieb begannen.

 

1908 feierte Hockey in London seine olympische Premiere - allerdings nur für die Herren. Als 1924 die Organisatoren der Olympischen Spiele in Paris es ablehnten, Hockey ins Programm aufzunehmen, weil diese Sportart über keinen internationalen Verband verfügte, kam es noch im gleichen Jahr zur Gründung der Fédération Internationale de Hockey sur Gazon mit Sitz in Paris. Sieben europäische Verbände gehörten zu den Gründungsmitgliedern der FIHG. Das G für „sur gazon“ (auf Rasen) wurde erst 1965 aus dem Namen gestrichen. Seitdem ist der Welthockeyverband als FIH bekannt. Auch die Damen gründeten bald (1927) einen eigenen Weltverband, die International Federation of Woman's Hockey Associations. Die IFWHA gab erst 1983 ihre Eigenständigkeit auf und gliederte sich in die FIH ein, da auch das Internationale Olympische Komitee Druck ausgeübt hatte, im Hockey einen einzigen Weltverband zu führen. Immerhin hatte es die IFWHA in Zusammenarbeit mit der FIH geschafft, Damenhockey olympisch werden zu lassen (1980). Auf männlicher Seite gehörte Hockey ab 1928 fest zum Programm der Olympischen Sommerspiele.

 

Mit den Spielen von Amsterdam 1928 begann der Siegeszug von Indien. Sechs Mal in Folge und bis 1980 insgesamt acht Mal Olympiasieger wurden die Asiaten, die die Kunst des Hockeyspiels von ihren britischen Kolonialherren abschauten und auf ganz verblüffende Weise weiterentwickelten. Nach der politischen Teilung des indischen Subkontinents übernahm Indiens Nachbar Pakistan in den 60er Jahren die Führungsrolle im weltweiten Hockey. Pakistan wurde drei Mal Olympiasieger und mit vier Titeln auch Rekordhalter bei Weltmeisterschaften (ab 1971).

Es war der deutschen Herren-Nationalmannschaft vorbehalten, 1972 in München mit dem 1:0-Endspielsieg über Weltmeister Pakistan und dem erstmaligen Gewinn der Goldmedaille die über 40-jährige olympische Regentschaft von Indien und Pakistan zu unterbrechen. 1992 konnte Deutschland den Olympiasieg wiederholen.

 

1976 fand in Montreal erstmals ein olympisches Hockeyturnier auf Kunstrasen statt. Die Abwendung vom Naturrasen läutete im Hockeysport ein neues Zeitalter ein, bei dem die taktisch und athletisch stärksten Nationen, allen voran Australien und die europäischen Topvertreter Niederlande und Deutschland, den Ton angaben. Im weiblichen Bereich spielt Argentinien eine wichtige Rolle (Damen-Weltmeister 2002).

Neben den Herren feierten auch weitere Auswahlmannschaften des Deutschen Hockey-Bundes bedeutende Erfolge. So wurden Damen, Juniorinnen und Junioren (beide U21) Europa- und Weltmeister, die Damen außerdem Olympiasieger 2004. Branchenführer ist Deutschland auch im Hallenhockey, das ab den 50er Jahren vor allem in Europa als Überbrückung für das im Winter ruhende Feldhockey immer mehr Anklang fand. Inzwischen gibt es auch im Hallenhockey Welt- und Europameisterschaften, allerdings keine olympische Perspektive.

Hockey in Deutschland

Hockey hatte über englische Verbreitung gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Weg nach Deutschland gefunden. 1887 gründeten englischstämmige Hockeyspieler in Hannover und Heidelberg die ersten Hockeyvereinigungen. 1896 fand das erste Wettspiel auf deutschem Boden findet zwischen den englischen Schülern des Pädagogiums Bad Godesberg und dem Bonner Königlichen Gymnasium statt. Zwei Jahre darauf wurde der erste offizielle Hockeyverein in Deutschland gegründet: Der „1. Hamburger Hockey Club“, der 1901 in den Uhlenhorster Hockey-Club überging. Neben der internationalen Hafenstadt Hamburg fand Hockey vor allem in Berlin schnell großen Anklang. Im „Berliner Damen-Hockey Club“ ging 1899 das erste Wettspiel der Damen auf Vereinsbasis über die Bühne. Der Herrenbetrieb setzte erst ein Jahr später ein. 1902 wurde der Berliner Hockey-Verband als erster regionaler Hockeyverband in Deutschland gegründet, weitere Landesverbände folgten bald. Im Rahmen einer internationalen Hockeywoche in Bonn erlebte am 31.12.1909 der Deutsche Hockey-Bund seine Geburtsstunde.

 

HWH / 15.11.2020


.... Abteilungsvorstand Hockey VfL 1848 Bad Kreuznach im Jahre 2002

v.l.n.r.:

Winfried Weirich, Brigitte Jammers, Hans - Wilhelm Hetzel, Heidi Wand, Armin Fischer, Horst Schrögel,

Wolfgang Mohns, Winfried Schroeder, Klaus Speckmann, Stefan Reutershan


TAG DER EHRUNGEN BEIM VFL 1848 BAD KREUZNACH E.V. IM WEINGUT ROSENHOF, HACKENHEIM:

Am 18. Oktober 2019 ehrte der VfL 1848 Bad Kreuznach e.V. seine Mitglieder für ihre sportlichen Erfolge sowie für ihre Treue zum Verein. Zu den Ehrungen waren neben den Sportlern auch die Übungsleiter und ehrenamtlichen Gremienmitglieder eingeladen, denn „nur ihrem Einsatz und Engagement ist es zu verdanken, dass sich unsere Sportler so lange Zeit dem VfL 1848 gegenüber verbunden fühlen und großartige Erfolge feiern können“, begrüßte Präsidentin Heike Bruckner die Anwesenden.

 

Von der VfL Hockeyabteilung wurde für eine besonders lange Zugehörigkeit geehrt

 

Treueehrung 65 Jahre Mitgliedschaft

Friedrich Karl Dietrich

 

Treueehrung 70 Jahre Mitgliedschaft

Heinz Georg Grünewald, Herbert Ingenbrand, Wilfried (Max) Schröder

 

Gernot Gottwald hat unlängst - rund um seinen 80. Geburtstag - die Historie in Bild und Text erstellt, die wir sehr gerne mit seinem Einverständnis auf unserer Homepage und im VfL Hockey - Magazin veröffentlichen.

Weitere Infos zu den geehrten Personen folgen.

 

HWH / 01.05.2020


FRIEDRICH – KARL DIETRICH - 65 Jahre Mitglied in der VfL Hockeyabteilung


HERBERT INGENBRAND - 70 Jahre Mitglied in der VfL Hockeyabteilung


HEINZ – GEORG (Schorsch) GRÜNEWALD (gestorben am 17.02.2021) - 70 Jahre Mitglied in der VfL Hockeyabteilung


WILFRIED (genannt MAX) SCHROEDER - 70 Jahre Mitglied in der VfL Hockeyabteilung



Gründungsgeschichte des VfL 1848 Bad Kreuznach



Historische Plakate der VfL Hockeyabteilung


Unsere Abteilungsleiter

Unsere Abteilungsleiter von der Gründung bis zum heutigen Tag:

2002 - heute Hans-Wilhelm Hetzel

1997 - 2002 Klaus Speckmann

1974 - 1997 Horst Schrögel

1951 - 1974 Heinz Kiefer

1948 - 1951 Erich Rosskopf

1945 - 1948 Max Knaul

1938 - 1939 Erich Rosskopf

1936 - 1938 Max  Knaul

1935 - 1936 Erich Rosskopf

1927 - 1935 Karl Hoffmann (dazwischen jeweils kurze Zeit Willi Zeuner und Hans Melkers)




Zeitraffer zum Nachlesen

Wir sind sehr stolz auf das 60. Knaben-Hockey-Turnier - die Geschichte der VfL Jugendturniere seit 1956 

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Oberbürgermeister Rolf Ebbeke ehrt die 1. Herrenmannschaft des VfL 1848 Bad Kreuznach für ihren Aufstieg in die Feldhockey Regionalliga Süd

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VfL Hockeyherren 1994 - Mannschaft des J
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